Die Stiftung Oskar-Helene-Heim fördert die Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Medizin. In diesem Rahmen verleiht die Stiftung jährlich den mit 50.000 Euro dotierten Oskar-Medizinpreis, mit dem hervorragende Leistungen gewürdigt und die Weiterführung von Forschungen unterstützt werden. Für den Zeitraum 2026 wird dieser Medizinpreis auf dem Gebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie ausgeschrieben.
Die Orthopädie und Unfallchirurgie verzeichnen eine immer stärkere Spezialisierung operativer Eingriffe, gleichzeitig erfolgt die zunehmende Technisierung des Fachgebiets. Traditionelle klinische Untersuchungstechniken und Methoden sind zum Teil Jahrzehnte alt und indizieren klinische Therapieentscheidungen. Jedoch erlauben die weit verbreiteten Diagnostikstrategien oft nicht, die Wirksamkeit neuartiger Therapien, Maßnahmen der Prävention oder Progression von Krankheiten hinreichend gut abzubilden.
Neue technische Methoden erlauben Diagnostik weit sensitiver und spezifischer zu gestalten, bedingen aber eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Patienten, Ärzten, Orthopädietechnik und Medizintechnik. So können auch bei schwierig zu bewertenden Befunden oder Krankheitsbildern durch innovative Untersuchungsverfahren den Behandlern und Patienten neue Therapiewege eröffnet werden.
Die Ausschreibung des Oskar-Medizinpreises richtet sich deshalb speziell an qualitätsorientierte, patientenzentrierte Klinikerinnen und Kliniker sowie Forschungsgruppen, die die interdisziplinären Ansätze bei der Behandlung muskuloskelettaler Erkrankungen im Fokus ihrer Tätigkeit haben und diese mit der Umsetzung zu innovativen, technischen Lösungen verbinden.
Die wissenschaftliche Notwendigkeit der stetigen Weiterentwicklung ist auch das zentrale Thema des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2026 mit dem Motto „Neue Wege gehen“. Die Verleihung des Oskar-Medizinpreises wird deshalb auf dem DKOU 2026 in Berlin stattfinden.
Zur Förderung der Forschung und Verbesserung von Diagnostik und Therapie auf dem Gebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie wird die beste Arbeit zum Thema „Neue interdisziplinäre oder klinisch-medizintechnische Ansätze zur Therapie muskuloskelettaler Erkrankungen“ ausgezeichnet.
Anträge können bis zum 30. Mai 2026 eingereicht werden unter:
Stiftung Oskar-Helene-Heim
Walterhöferstr. 11, 14165 Berlin

Prof. Dr. Henning Madry, Präsident der Sektion Grundlagenforschung der DGOU, hat für seine Forschung zur Entstehung von Arthrose den Oskar-Medizin-Preis 2023 erhalten. Die Auszeichnung der Oskar-Helene-Heim-Stiftung würdigt jährlich hervorragende Leistungen und unterstützt die Weiterführung von Forschung.
Die BG Kliniken – Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung verleiht den Herbert-Lauterbach-Preis für innovative Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Prävention, Behandlung und Rehabilitation Unfallverletzter und der Berufskrankheiten. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert.
Die Bewerbung ist bis zum 1. Juni 2025 online möglich.